Kündigung beim Arbeitgeber – neue Stelle

Ich treffe mit Arbeitgeber eine Abmachung bezüglich Kündigung von der er jetzt nichts mehr wissen möchte und will mich jetzt noch 3 Monate bei sich haben, obwohl ich schon in gut einem Monat bei meinem neuen Betrieb sein soll.

Vor einiger Zeit habe ich mich auf einem „Karriereportal“ angemeldet und habe mir anfangs nicht wirklich etwas davon erhofft. Zugegeben es kamen die ersten Monate ein paar Angebote herein, waren aber nicht wirklich attraktiv und es flachte dann auch ab. Vor einem Monat hatte ich aber dann überraschenderweise ein Angebot erhalten, welches ich nicht wirklich ablehnen konnte und habe mich mit meinen potentiellen neuen Arbeitgeber in Verbindung gesetzt. Das Gespräch verlief gut und wir sind dann so verblieben, dass ich im Dezember bei ihm anfange.
Dieses Gespräch fand letzte Woche statt und werde meinen Vertrag voraussichtlich nächste Woche erhalten. Bevor dieses Gespräch überhaupt stattgefunden hat, habe ich meinen derzeitigen Arbeitgeber gefragt, wie denn die Kündigungszeiten aussehen wobei mir entgegnet wurde, dass falls ich kündige ihm bitte einen Monat vorher Bescheid gebe, da das dann kein Problem sei. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mir auch nichts gedacht, als er dabei etwas gelacht hat. Zugegeben, er ist in der Region der Arbeitgeber mit den besten Leistungen, jedoch stehen jetzt auch entsprechende Facharbeiter nicht gerade Schlange, da er etwaige Ansprüche hat und ich schon sechs Facharbeiter kommen und gehen hab sehen, weil sie ihm nicht gepasst hatten.

Bisheriger Arbeitgeber besteht auf Einhaltung der Kündigungsfrist

Nach dem Gespräch mit meinem neuen Arbeitgeber habe ich dann meinem Chef Bescheid gegeben, dass ich zum 31.11. kündigen möchte. Er hat mich angeschaut und gefragt, ob das ein Witz sei. Als ich ihm die Situation klar machte hatte er nichts gesagt und habe dann auch ohne eine weitere Diskussion sein Büro verlassen.
Ein paar Stunden später ist er zu mir her und hat mich gefragt, warum ich seinen Betrieb verlassen möchte, ob er irgendwie etwas gemacht hat, was mich dazu veranlasst zu kündigen usw., worauf ich hin meinte, dass das nicht sein Fehler sei und es verschiedene Faktoren sind. Einen Tag später äußerte er dann, dass ich vom Vertrag her verpflichtet sei noch drei Monate hier zu sein und er mich nicht früher gehen lässt, da die Auftragslage entsprechend sei und er auf mich nicht verzichten kann. Zudem könnte ich den Urlaubstag diese Woche vergessen was ich anmerken möchte ist, dass ich schon im Januar um den Urlaubstag am 13. gebeten hatte, da an diesem Tag eine Jubiläumsfeier in meiner Familie ist, was mich entsprechend genervt hat.

Vertragsbruch und Arbeitsgericht

Ich bin heute zum Doktor und habe mich für diese Woche krankschreiben lassen, da wenn ich nur am Freitag krank bin, es etwas auffällig wäre. Habe dann entsprechend angerufen und mich krank gemeldet und sagen wir so, mein Boss hat das nicht gerade positiv aufgefasst und „ich in den letzten 4,5 Jahren nicht einen Tag krank war und er weiß was ich für ein Spiel spiele und er, falls ich meine ich könnte das so durchziehen und für ihn nicht mehr arbeiten, er mich vor das Arbeitsgericht bringt“. Es war keine angenehme Unterhaltung, wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt.
So, jetzt meinen Absichten: ich habe keine Lust mehr für ihn zu arbeiten und werde mit Sicherheit am 01.08. für meinen neuen Arbeitgeber tätig sein, daran gibt es nichts zu rütteln, zumal ich schon ab diesen Tag meine neue Wohnung habe und in die Alte bezugsfrei sein soll. Die Frage jetzt: welche Strafe kann mich erwarten wenn ich vor das Arbeitsgericht wegen Vertragsbruch komme? Der Vorarbeiter, welcher bei der Zusage im Büro anwesend war möchte zudem nichts mehr von dieser Abmachung wissen was dazu führt, dass er kein Zeuge vor einem möglichen Gericht sein würde.

Ein Kommentar zu „Kündigung beim Arbeitgeber – neue Stelle

  1. Kündigungsfrist einhalten sonst droht Schadensersatz.
    So einfach ist das.

    Du musst dir mal denken was der Arbeitgeber machen soll wenn plötzlich jemanden einfällt nicht mehr zu kommen. Richtig, es ensteht ein Schaden der bezahlt werden muss. Der Arbeitgeber braucht Zeit sich neues Personal zu suchen.

    Genieße dein negatives Führungszeigniss und das stille Lächeln deines neuen Chefs das du unfähig bist einen Arbeitsvertrag zu lesen.

    Es sitzen Chefs untereinander sehr häufig in der selben Kneipe zusammen…

    Liken

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