Unternehmertum und Kapitalismus

Den Arbeitern die Fabrik geben. Das ist dann echte Freiheit, im Gegensatz zum Kapitalismus. Das funktioniert aber nicht, Unternehmen entstehen ja nicht einfach aus dem Nichts.

Denn wie soll das gehen?

 

Irgendeiner muss ja die Firma gründen. Und dafür sparen und sich Geld leihen und Kredite aufnehmen. Und etwas investieren. Damit überhaupt Unternehmen das Licht der Welt erblicken braucht es nun mal fast immer nicht unerhebliche Investitionen.

Und dann mach das mal. Und erzähle mir dann, dass du als derjenige, der den ganzen Gründungsstress hatte und noch den Bankkredit abzustottern hat, seinen Mitarbeitern dann volle demokratische Mitbestimmung und Mitbesitz über die Firma mit einräumt. Obwohl keiner von denen ein Risiko zu tragen hat, sondern nur du.

Das wird NIEMAND machen und das funktioniert einfach nicht.

Und dann müssten die ja nämlich schon mit ihrem Arbeitsvertrag dann auch an der Abzahlung des Bankkredits mit beteiligt werden, damit das funktionieren und aufgehen könnte.

Wo sich aber auch die Frage stellt, ob und warum derjenige oder diejenigen, die das Unternehmen als „ihr Baby“ gegründet haben, das tun sollten. Und riskieren sollten, dass andere ihnen das (mit ihren falschen Entscheidungen) an die Wand fahren.

Wird keiner machen wollen. Genauso wie du, wenn du Gäste übers Wochenende im Haus hast, denen ja auch nicht alle Keller-, Garagen- und Tresorschlüssel und freie Verfügung über den Kühlschrank und die Gefriertruhen in die Hand drückst.

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