Existenzgründung

Neue Gründer braucht das Land – Dies ist auch die Auffassung der Agentur für Arbeit und deren Auftraggeber und Dienstherren in Land und Bund. Existenzgründungen stärken den Mittelstand, der allgemein als Rückgrat der bundesdeutschen Wirtschaft gilt. Die andere Überlegung hinter dem Gründungszuschuss ist, Arbeitssuchende mit den Fähigkeiten, der Ausdauer, und dem Willen, eigenverantwortlich etwas auf die Beine zu stellen. Dabei wird unterstellt, dass Existenzgründer überdurchschnittlich motiviert sind, ihr eigenes Unternehmen durch ihren Erfindungsgeist und ihre Arbeitskraft voran zu bringen und ihre Abhängigkeit von den Entscheidungen und Strategien Dritter zu reduzieren.

Viele Menschen schlagen heute zunächst den traditionellen Karriereweg ein, der Gedanke ist, den Berufseinstieg bei einem guten Arbeitgeber zu schaffen, und sich durch Engagement und Loyalität im Laufe der Zeit eine Position zu erarbeiten, die den eigenen Ansprüchen und Fähigkeiten gerecht wird und die notwendige Sicherheit für eine verlässliche Leben gibt. Soziale Absicherung, Wertschätzung der eigenen Leistung, und die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln – das sind die Erwartungen der meisten Arbeitnehmer an ihren Betrieb. Vielfach stellt sich jedoch im Verlauf der begonnen Erwerbstätigkeit  eine mit den Jahren zunehmende Ernüchterung ein, die sich bis hin zu bleibender Frustration steigern kann.

Wenn es dann zu einer betriebsbedingten Kündigung kommt, sind viele Betroffene schnell bereit, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, falls der Arbeitsmarkt  keine Alternativen in Aussicht stellt.
Existenzgründungen sind wünschenswert und für die künftige Entwicklung der bundesdeutschen Wirtschaft von essentieller Bedeutung, so das übereinstimmende Urteil von Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft. Aus diesem Grund ist es sinnvoll und lohnend, über geeignete Förderprogramme den Anreiz zu erhöhen, beziehungsweise bei der Überwindung finanzieller Hürden unterstützend tätig zu werden. Andererseits gibt es nichts zu verschenken, alle müssen sparen und kein Tag vergeht, an dem das Thema Kostensenkungen und Haushaltskonsolidierung nicht medial thematisiert werden. Den Trägern der zahlreichen Förderprogramme für Existenzgründer kommt die oft schwierige Aufgabe zu, angesichts eines naturgemäß begrenzten Budgets die zur Verfügung stehenden Mittel so zur Förderung von Existenzgründungen einzusetzen, dass diese Investition im Sinne der wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Ziele einer sozialen Marktwirtschaft eine möglichst hohe Rentabilität erwarten lassen.

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